Funde im Hohlenstein-Stadel
Löwenmensch
Der so genannte Löwenmensch wurde erst 1969, also 30 Jahre nach seiner Ausgrabung "entdeckt".
Prof. Joachim Hahn von der Universität Tübingen war es gelungen, die Zusammengehörigkeit der vielen,
offensichtlich bearbeiteten Elfenbeinfragmente zu erkennen und sie zusammenzusetzen. Ende der 70er
Jahre tauchten dann auch noch Teile des Tierkopfes auf, die auf die Statuette aufgepasst werden konnten.
Es handelt sich um die größte aller in der Gegend gefundenen Eiszeitfiguren. Ihre Bedeutung ist ähnlich
rätselhaft, wie die des Adoranten aus dem Geißenklösterle. Die Figur trägt eindeutig einen Löwenkopf,
der Körper ist eine Mischung aus menschlichen
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Foto: Thomas Stephan, Ulmer Museum
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und tierischen Attributen - ein so genanntes Menschtierwesen.
Möglicherweise ist hier ein Zauberer mit einer Löwenmaske gemeint. Das Geschlecht der Figur lässt sich
nicht genau bestimmen, in der Regel wird sie aber als männlich beschrieben. Mit Sicherheit hat der Löwenmensch
aber eine tiefer gehende Bedeutung, die man im größeren Zusammenhang mit Geschichten, Ritualen und ähnlichen
kulturellen Äußerungen erahnen kann, die uns aber leider bisher unbekannt geblieben sind.
Höhe:
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28,1 cm
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Breite:
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6,3 cm
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Dicke:
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5,9 cm
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Alter:
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ca. 32.000 Jahre
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Fundort:
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Hohlenstein-Stadel, Stetten
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Original im Ulmer Museum, Ulm
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