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Höhlenmalerei auf der Schwäbischen Alb? ![]() Foto: Hilde Jensen, Universität Tübingen Während der Grabungskampagne 1999 gelang im Hohlen Fels bei Schelklingen der Fund eines handtellergroßen bemalten Kalksteins. Die Bemalung besteht aus zwei Doppelreihen dunkelroter Punkte, die mit einem Pinsel oder Finger aufgetragen wurden. "Mit großer Sicherheit der erste überzeugende Hinweis auf altsteinzeitliche Höhlenmalerei in Deutschland, vermutlich sogar in Mitteleuropa." (Prof. Nicholas Conard zitiert nach Südkurier vom 6.7.1999) Der Stein konnte eindeutig einer Schicht mit dem Alter von 13.000 Jahren vor heute zugeordnet werden. Er ist mit hoher Wahrscheinlichkeit kurz nach der Bemalung von der Höhlenwand abgeplatzt und mit der Zeit von Erde und Schutt bedeckt worden. Schon früher waren ähnliche Stücke in der Region gefunden worden, sie konnten allerdings nicht mit Gewissheit datiert werden oder einer Fundschicht zugeordnet werden. Der bemalte Kalkstein stellt vermutlich den Zusammenhang zu den eiszeitlichen Höhlenmalereien Südfrankreichs her. Im Gegensatz zu diesen sind die Höhlenmalereien der Schwäbischen Alb Jahrtausende lang durch Kälte und Feuchtigkeit verwittert und nur in ganz seltenen Fällen finden sich Hinweise auf ihre ehemalige Existenz.
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